beschäftigt sich mit Phänomenen virtueller Audiovisualität und deren Auswirkung auf gesellschaftstypische Kommunikationsformen zu Beginn des 21. Jahrhunderts.

Wir gehen davon aus, daß das Vorhandensein neuer Dateiformate und die inflationäre Verbreitung neuer multimedialer Darstellungsformen, einhergehend mit einer unglaublichen Datenmüllproduktion, sowie die Entwicklung neuer Programme zwangsläufig zur Spezifizierung des Denkens einer virtuell konsumierenden Masse führen muß.

Dies ist in Frage zu stellen. Untersucht werden sollen unter anderem, die Auswirkungen des vernetzten, egomanen Teilnehmens an der Internet-Wirklichkeit, ob und wie persönlichkeitsverändernde Impulse zum Tragen kommen, sowie die Wandlung konventioneller Kommunikationsformen durch das Bestehen einer virtuellen Pseudowirklichkeit. Der Verfall des Raumes, die Relativierung von Entfernung, sowie die absehbare Omnipräsenz moderner Kommunikationstechnologie wird zu revolutionären Veränderungen führen, deren Folgen noch gar nicht absehbar sind. Wir sehen unsere Aufgabe in der wissenschaftlichen Begleitung dieses Prozesses.

Mit der Methode der provokativen netzimmanenten Feldforschung (PNF) wollen wir neue Erkenntnisse auf diesem Gebiet gewinnen, um diese einer möglichst breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stellen zu können.

Mit freundlichen Grüßen ihr Ifavp